Plakat Gekaufte Braut

Der kauzige Alleingänger Joe hat bei einem Escort-Service die etwas blauäugige Renee, Novizin auf diesem Gebiet, engagiert, um sie seinem Vater Ivan als seine Verlobte vorzustellen. Das Verhältnis von Joe und seiner Schwester Carrie zu ihrem bärbeißigen Vater, der kurzfristig seinen Besuch angekündigt hat, ist mehr als gespannt. Schon im Vorfeld des Besuchs kommt es zwischen Joe, der abgeklärten, dem Alkohol zuneigenden Carrie und der nervösen und dabei umso redseligeren Renee zu turbulenten Verwicklungen. Als dann Ivan und seine Frau Phyllis zur Familienzusammenführung antreten, sind Verwechslungen, stürmische Auseinandersetzungen und pointenreichen Wortgefechte vorprogrammiert. Renee läuft als Schwiegertochter zur Höchstform auf, nicht ohne in das ein oder andere Fettnäpfchen zu tappen. Dass es ihr gelingt, dem grantigen Ivan Paroli zu bieten, überrascht die übrigen Familienmitglieder ebenso wie sie selbst. Auch dass eine Versöhnung zwischen Vater und Kindern möglich scheint und dass Joe seine Haltung als überzeugter Einzelgänger aufgibt, ist nicht zuletzt dem arglosen, wenn auch etwas täppischen Charme Renees zu danken.

Aufführungsfotos

IKZ-Kritik vom 17.10.2017

Gelungene Premiere von die “gekaufte Braut” von Manuela Radigk

Darsteller von [p:r vu] bekommen stehende Ovationen im Parktheater für Stück nach Norm Foster.

Stehende Ovationen gab es am Freitagabend im Studio des Parktheaters für Schauspieler und Schauspielerinnen der Gruppe [pu:r vu]. Ihr Stück “Gekaufte Braut”, geschrieben vom berühmten Norm Foster aus Kanada, feierte erfolgreich Premiere. Weitere Aufführungen folgten am Samstag und am Sonntag. Sie begeisterten ebenfalls das Publikum. Der Grund: die Geschichte an sich und natürlich die Leistung der Darsteller.

Zur Handlung:  Joe (Roman Weiss) bestellt sich eine Dame vom Escort Service, die beim anstehenden Familientreffen vor seinem Vater Ivan (Stefan Schüttler) und dessen Ehefrau Phyllis (Steffi Krage) seine Verlobte spielen soll. Der Begleitservice schickt ihm Renee (Katharina Büthe), erstmals für diesen Arbeitgeber im Einsatz. Komplettiert wird die Zusammenkunft von Joes Schwester Carrie (Steffi Foryta / Elli Trost). Das Treffen, auf das sich niemand so recht freut, nimmt seinen Lauf und hält unzählige Überraschungen bereit.

Familiengeschichte sorgt für Wechselbad der Gefühle

Die Figuren und ihre Entwicklungen innerhalb des Stückes bilden eine hochexplosive Mischung. Während sie ihre Familiengeschichte aufarbeiten, herrscht ein Wechselbad der Gefühle. Wut und Trauer sind dominierende Emotionen, werden aber durch Situationskomik immer wieder aufgelockert. Diese  entsteht meistens durch die Figur Renee, die in jedes Fettnäpfchen tritt, dann aber mit souveränen Reaktionen überraschender Weise überzeugen kann. “Timing” hat sie jedoch keines, zum Beispiel als sie zwischendurch beim Hereinkommen fragt, wie das Familientreffen läuft, obwohl gerade ein Streithöhepunkt erreicht worden ist. Komödie und Tragödie zugleich: “Gekaufte Braut” lebt aber nicht nur von der Story, sondern vor allem von den Schauspielern. So hätte wohl niemand gedacht, dass Roman Weiss in diesem Stück seine erste Rolle spielt und sich zuvor ausschließlich der Technik gewidmet hatte. Auch Stefan Schüttler, Steffi Krage und Steffi Foryta sind merklich in ihren Rollen aufgegangen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Steffi Foryta als Carrie über eine  lange Zeit wütend war und derbe Sprüche klopfte, gab Steffi Krage die überinteressierte, aber liebevolle Lebensgefährtin. Stefan Schüttler konnte in seiner ersten Hauptrolle die Entwicklung des Vaters nachvollziehbar darstellen. Eindrucksvoll war auch dbei diesem Stück wieder die schauspielerische Leitung von Katharina Büthe. Sie konnte den Übergang ihrer Figur von naiv zu seriös glaubwürdig herüberbringen und verlieh ihr ein sehr sympatisches Auftreten.

Publikum erlebt einen kurzweiligen Abend

Kurzum: Geschichte und Darsteller sorgen für gute Unterhaltung und einen kurzweiligen Abend. So merkt wahrscheinlich niemand aus dem Publikum, dass das Stück rund zweieinhalb Stunden dauert. Dabei spielt es ausschließlich in einem Raum und beinhaltet tatsächlich nur die fünf Figuren.

© 2017 WAZ New Media GmbH & Co. KG

Schauspieler

Regie

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Katharina Büthe
als Renee

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Roman Weiss
als Joe

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Stefan Schüttler
als Ivan

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Souffleur

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Bernd Nobst

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Andreas Kurth

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Elli Trost
als Carrie

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Autor:                Norm Foster

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Steffi Foryta
als Carrie

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Steffi Krage
als Phyllis

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“Die Therapie”

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“Benefiz”

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